Bildgrößen berechnen (Offsetdruck)

Digitale Bilder bestehen aus vielen farbigen Quadraten. Diese Quadrate heißen Pixel. Sie haben keine eigene Größe, denn diese ist von der Auflösung abhängig, die in Pixel pro Inch (ppi) bzw. englisch Dots per Inch (dpi) angegeben wird. Mit ppi oder dpi wird also die Menge der Pixel angegeben, die in 1 Inch (2,54 cm) passen – 300 dpi = 300 Pixel in 1 Inch. Je mehr Pixel in einen Inch passen, desto feiner sind die Bilddetails und desto kleiner sind die Pixel.

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Je höher die Auflösung umso detailreicher ist das Bild und umso schärfer wirkt es. Das ist sehr wichtig für gute Ergebnisse beim späteren Druck (Bild 1: 300 dpi / Bild 2: 72 dpi / Bild 3: 10 dpi).

Berechnung der Bildgröße und Auflösung
Dazu am besten ein Beispiel: Ein Farbfoto in den Maßen 9 x 13 cm soll in einem Prospekt im Format 6,8 x 10 cm abgebildet werden. Der Prospekt soll im Offsetdruckverfahren auf gestrichenem Papier gedruckt werden.

Berechnung der Seitenmaße
Gewünschte Größe : vorhandene Größe = Skalierungsfaktor
Für die Breite: 6,8 : 9 = 0.7556 (= 75,56 %)
Für die Höhe: 10 : 13 = 0.7692 (= 76,92 %)
Der größere Faktor wird gewählt und das Bild in der Breite beschnitten

Berechnung der Auflösung
Druckverfahren: Offset, Qualität: 60er Raster (= 60 Rasterpunkte pro cm).
Nun wird das Raster auf Inch (2,54 cm) umgerechnet: 60 x 2,54 = 152,4 lpi (lines per inch)
Um sicher zu gehen, dass die Auflösung des Bildes ausreichend ist, wird zusätzlich ein Qualitätsfaktor eingerechnet. Dieser liegt für den Offsetdruck bei 1,5 bis 2. Das ergibt: 60 x 2,54 x 1,5 = 228,6 oder besser: 60 x 2,54 x 2 = 304,8
Erfahrungsgemäß reicht eine Auflösung von 229 dpi für den Offsetdruck aus und die Datei hat eine geringere Größe. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte jedoch die höhere Auflösung von 305 dpi wählen.